Der Meister

Dietmar Mathis, 59 Jahre jung, kam vergleichsweise spät zur Kunst – und genau das sieht man ihr an. Kein akademischer Umweg, kein kunsthistorisches Pflichtprogramm, sondern ein direkter Einstieg über den eigenen Bedarf.

Von nichts kommt nichts

Beruflich ist Mathis Softwareentwickler. Er hat programmiert, optimiert, gelöst – allerdings ohne je etwas zu bauen, das er selbst als „besonders“ bezeichnen würde. Vielleicht liegt genau darin der Kern: Die Sehnsucht nach etwas, das nicht nur funktioniert, sondern wirkt.

Der Weg zur Kunst ist steinig

Zur Kunst kam er vor drei bis vier Jahren aus einem sehr konkreten Anlass. Sein Haus war grau. Zu grau. Auf der Suche nach Bildern besuchte er zahlreiche Galerien – und ging jedes Mal mit dem gleichen Gefühl wieder nach Hause: nett, korrekt, aber nicht das, was er brauchte. Zu glatt. Zu harmlos. Zu wenig.

Und so startete er durch

Was als Versuch begann, entwickelte schnell eine eigene Konsequenz. Mathis arbeitet bevorzugt in der Pouring-Technik, radikal, körperlich, ohne Skizze und ohne Sicherheitsnetz. Seine Bilder entstehen nicht aus Konzepten, sondern aus Zuständen: Alltag, Beobachtung, Überforderung, Humor, Frust, Nähe. Oft sind es lokale Motive, Menschen aus seinem Umfeld, Situationen aus Senden – übersetzt in abstrakte Zustände.

Ich male nicht, um Künstler zu sein.

Ich male, weil nichts anderes da war, das gereicht hätte – bei meinem Auge.

Hobbys müssen auch noch sein

Abseits der Kunst reitet Dietmar, fährt Motorrad, spielt Golf und lebt ein Leben, von dem andere nur träumen können.

Der Meister

Dietmar Mathis, 59 Jahre jung, kam vergleichsweise spät zur Kunst – und genau das sieht man ihr an. Kein akademischer Umweg, kein kunsthistorisches Pflichtprogramm, sondern ein direkter Einstieg über den eigenen Bedarf.